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| Reportage zur Hessenmeisterschaft in Lauterbach 2010
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05.00.2010 |
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von Sandra Elsass / www.textkarussell.de
Zum 9. Mal zur Hessenmeisterschaft
Zum 9. Mal trafen sich Kampfsportbegeisterte am Samstag den 08. Mai 2010 zur WKA
Hessenmeisterschaft. Auch dieses Jahr wurde das C-Wertungs-Turnier in der Lauterbacher
Großsporthalle von Wolfgang Hasenauer ausgerichtet. Zahlreiche deutsche Kämpfer kamen
an diesem nebligen Samstagmorgen zur Großsporthalle „An der Wascherde“ und freuten
sich auf eine weitere WKA Meisterschaft. |
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Die Registration erfasste an diesem Tag 190 Starter in der Kategorie Formen und 446
Starter in den Kategorien Karate Kumite, Pointfighting und Leichtkontakt. Viele Kämpfer
waren vorbildlich vorregistriert und nur bei wenigen Ausnahmen gab es Ummeldungen in
den Gewichtsklassen - zwecks plötzlicher Gewichtszunahme. Positiv aufgefallen ist den
Teilnehmern, dass die Registration genau neben der Kasse für die Startkarten aufgebaut
war. Das erleichterte den Kämpfern die Abwicklung bei der Anmeldung.
Im Anschluss an die Registration wurden alle Anwesenden vom WKA Präsidenten Klaus
Nonnemacher und dem Veranstalter Wolfgang Hasenauer begrüßt. Die drei Schulen mit den
meisten Startern erhielten einen extra Pokal. Platz 1 mit den meisten Startern besetzte die
Budo Akademie aus Berlin und Platz 2 ging an das Karate Kickboxteam des Veranstalters
Wolfgang Hasenauer. Der TV Heddesdorf aus Neuwied war ebenfalls stark besetzt und lag
zahlenmäßig auf Platz 3.
Nach der Begrüßung konnten die Wettkämpfe pünktlich beginnen.
Auffällig war bei den Kämpfern, dass immer mehr Kids in den Gewichtsklassen -25 kg und -
30 kg teilnehmen. So auch bei dieser Meisterschaft. Parallel kann ein Rücklauf bei den
Veteranen festgestellt werden. Grund für den Rücklauf ist sicher auch, dass viele Kämpfer
trotz überschrittenem Alter von 35 Jahren in der Klasse „Adults“ starten. Das führte zum
Kämpfermangel bei den Veteranen. Dieses Problem wurde dadurch einigermaßen gelöst,
dass einige Kämpfer ab 35 in beiden Klassen starteten.
Was schon mehrfach bemängelt wurde und auch dieses Jahr Thema der Veranstaltung war,
sind die Kampfflächen. Für jede Veranstaltung werden von KWON neue Matten gestellt. Bei
Auslieferung sind diese mit einer Silikonschicht überzogen, damit die Matten nicht
zusammenkleben. Diese Silikonschicht sorgt für eine extrem rutschige Oberfläche und ist vor
allem für Angriffskämpfer ein großes Handicap.
Die WKA arbeitet diesbezüglich an einer Lösung. Klaus Nonnemacher möchte von KWON
rutschfeste Folien am Stück 7x7 Meter ordern. Diese sind auf der einen Seite leicht zu
transportieren und auf der anderen Seite sind die Kampfflächen schneller aufgebaut.
Bei den Formen traten die Formenläufer in den Kategorien Freestyle, Hardstyle, Karate
Traditional, Karate Waffen, Koreanstyle, Softstyle, Traditional Style, Waffen mit Musik und
Waffen ohne Musik an.
Bei den Mädchen unter 12 Jahren gab es zweimal den 1. Platz für Jennifer Sojka aus der
Sportschule Kimpfel in den Kategorien Koreanstyle und Freestyle sowie für Jasmina Redzic
des TV Heddesdorf in den Kategorien Waffen ohne Musik und Softstyle.
Zweimalige Hessenmeister wurden auch zwei Formenläufer der Budo Akademie Berlin. Bei
den Herren wurde Christian Wolfram zweimal erster in der Kategorie Karate Traditional (Erwachsene und Veteranen) und bei den Kids unter 12 Jahren machte Maxim Schmidt in
den Kategorien Hardstyle und Karate Traditional zweimal den 1. Platz.
Karate Kumite war an diesem Meisterschaftstag voll besetzt, dennoch gab es in der ein oder
anderen Gewichtsklasse bei den Erwachsenen nur einen Starter. Alles in allem hatten die
Kids teilnehmermäßig die Nase vorn.
Ramin Farhatyar von Tetra Karate Do konnte sich in den Gewichtsklassen -70 kg und -75 kg
bei den Erwachsenen zweimal den 1. Platz sichern.
In der Klasse Juniors -50 kg und -55 kg gewann Sandra Ströhle vom Karate-Team Bodensee
zweimal den 1. Platz.
Beim Leichtkontakt wurden von den letztjährigen WM-Teilnehmern und Teilnehmerinnen
gute Leistungen gezeigt. Leider treten die Kämpfer und Kämpferinnen auf der Stelle, da die
einzelnen Klassen zu leer sind oder immer die gleichen Kämpfer antreten. Speziell bei den
weiblichen Kids fehlt es an Nachwuchs. Die Sportschule Goldener Löwe von Ali Yalcin reiste
beispielsweise mit sehr vielen weiblichen Kids an, diese hatten allerdings kaum Gegner.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dieses Jahr noch folgende C-Wertungsturniere
stattfinden:
15.05.2010 Nordseefighter Open in Wilhelmshaven
05. - 06.06.2010 Dacascos Open in Hamburg (nur Erwachsene)
26.06.2010 IDM Simmern
Vor der WM 2010, im September, finden alle Deutschen Meisterschaften statt. Hier haben
die Teilnehmer der WM nochmals die Möglichkeit sich zu messen. Die Wertungen bei diesen
Turnieren gelten für 2011.
Auch werden bis zur WM in verschiedenen Städten Sparring-Treffs angeboten, zu denen
hoffentlich auch einige Kids und Jugendliche kommen. Also einfach öfter mal auf der WKAHomepage
nachsehen!
Im Pointfighting gab es dieses Jahr sehr gute Kämpfe der Herren zu sehen. Allerdings traten
viel zu wenig Kämpfer bei den Kids und Jugendlichen an. Zudem waren manche
Gewichtsklassen nur mit zwei oder drei Kämpfern besetzt. Dieser Rücklauf könnte damit
erklärt werden, dass dieses Jahr ein Turnier mehr stattfand und sich die Kämpfer dadurch
anders verteilten.
Zweimal den 1. Platz im Point bei den Männern gewannen Andreas Schedelik (Zentrum) in
den Gewichtsklassen -70kg und -75 kg und Stefan Reinboth (Sportstudio Storck) in den
Gewichtsklassen -80 kg und -85 kg.
Bei den weiblichen Jugendlichen erkämpften sich zweimal den 1. Platz Stefanie Megerle des
Kickbox-Teams Öhringen in den Gewichtsklassen +60 kg und -60 kg und Nina Bergner des
Nahkampfzentrums Niedernhall in den Gewichtsklassen-50 kg und -55 kg.
Ebenfalls einen Doppelsieg errangen vom Nahkampfzentrum Niedernhall die Kids Selina
Gajdics in den Gewichtsklassen -45 kg und -50 kg und Luca Kerkenhoff in den
Gewichtsklassen -35 kg und -40 kg.
Beim Pointfighting G-B überzeugte Guiseppe Petaroscia vom Red Dragon Neuwied mit
einem zweifachen Sieg. Er startete in den Gewichtsklassen +80 kg und -80 kg.
Wie schon in den Jahren davor, fanden die Austragungen in ruhiger Atmosphäre statt und
auch der Ablauf auf den Kampfflächen klappte überwiegend reibungslos. Schon früh ging es mit den Siegerehrungen los. Die Meisterschaft begann also nicht nur pünktlich, sondern
wurde auch schnell und routiniert beendet.
Die Verpflegung für alle Anwesenden war gut organisiert, preiswert und lecker. Es gab
Kaffee und Kuchen, Obst, belegte Brötchen, Bockwürste und reichlich Getränke.
Kleiner Wehrmutstropfen war, dass die Pokale nicht jedem Gewinner zusagten. Zum einen
sei kein wesentlicher Unterschied zwischen den ersten 3 Plätzen zu sehen gewesen und
zum anderen waren die Pokale aus Kunststoff.
Die Anzahl der Kampfrichter war bei dieser Meisterschaft in Ordnung. Was bemängelt
werden könnte, ist die Tatsache, dass einige neue Kamprichter vor Ort waren. Denen fehlte
teilweise noch das geschulte Auge. Aber auch der beste Kamprichter hat mal klein
angefangen.
Der Veranstalter Wolfgang Hasenauer war mit der diesjährigen Meisterschaft in Lauterbach
sehr zufrieden und freut sich auf seine Meisterschaft 2011. Dieses Turnier steht dann ganz
im Zeichen des 10-jährigen-Jubiläums der Hessenmeisterschaft. Da können wir uns alle
freuen, denn schon dieses Jahr gingen alle mit einem Lächeln nach Hause. Es war wie
immer ein schönes Turnier.
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